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Für mein Kind

Eh` mir Gott mein kleines Kind gegeben
ging mein Sehnen in die weite Welt.
In der Ferne suchte ich das Leben
und den Frieden unterm Sternenzelt
Jetzt ist an zwei blaue Augensterne
all`mein Denken, all mein Sein gebannt ;
Alle Schönheit einer bunten Ferne
liegt in einer weichen Kinderhand.
Die sich wollten steil zum Himmel recken,
meine Wünsche, gingen still zur Ruh.
Meines Kindes kleine Hände decken
meines Herzens große Sehnsucht zu.
Ach wie ist mein Kind so klein, so klein!
fest in meine Arme schließ`ich`s ein,
daß kein Schatten aus der großen Welt
noch in seine junge Seele fällt.
Doch es wächst mir aus dem Arm heraus
bald wird ihm zu eng das Vaterhaus.
Meine leeren Hände falt`ich still,
daß nun Gott Dich führe, wie er will.
Nun tönt`s von Kinderschrittchen durch mein Haus
tappend und tastend, stolpernd dort und hie,
der Klang löscht alle andern Töne aus
nie hört`ich eine süßre Melodie
Lupembe/Ostafrika 1932/33/34
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